Lokale Gründungsideen: Gutscheine nach Maß und gemeinsam gegen Langeweile

Geschrieben von Karsten Busch am Montag, 13 Februar 2012 | 381 mal gelesen | Kategorie Startup-Trends

Lokale Gründungsideen: Gutscheine nach Maß und gemeinsam gegen Langeweile
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Das Geschehen rund um den eigenen Aufenthaltsort ist Grundlage vieler standortbasierter Start-ups. Das hält andere mutige Gründer jedoch nicht davon ab, ähnliche Konzepte an den Start zu bringen – mit urban-moderner Ausrichtung und der Hilfe prominenter Investoren aus Hollywood etwa oder mit der Suche nach der letzten kleinen Nische und persönlicher Ansprache.

Wenn ein Hollywoodstar wie Ashton Kutcher Geld in ein in Berlin ansässiges Start-up steckt, dann sind dessen Gründern jede Menge Schlagzeilen sicher. Doch auch andere Investoren sind vom Konzept der Plattform Gidsy überzeugt und die Idee klingt durchaus attraktiv: Jeden Tag passieren spannende Dinge rund um den eigenen Wohnort, ohne dass man es weiß; jeden Tag suchen aber auch andere Menschen nach interessanten Aktivitäten oder Gleichgesinnten für ihre Vorhaben. Das derzeit ausschließlich englischsprachige Gidsy will beide Parteien zusammenbringen und – gerade in Großstädten – die Vielfalt an Aktivitäten der Mitmenschen sichtbar machen.

Die Idee lebt vom Mitmachen – und vom Ungewöhnlichen

Die Vielfalt ist durchaus vorhanden: Vom Kochkurs über die Stadtführung aus dem speziellen Blickwinkel bis zum Skatlernkurs ist etwa in Berlin alles dabei. Das Geschäftsprinzip hinter den gemeinsamen Unternehmungen funktioniert recht einfach: Jedermann kann Anbieter (Host) einer Aktivität sein und einen Preis für die Teilnahme festlegen. Die Teilnehmer zahlen die Gebühren über die Plattform an den Host. Bei erfolgreichem Abschluss des Angebots gehen 10 Prozent des Gesamterlöses an Gidsy.

Konkurrenzlos ist die Idee nicht, Portale wie Regiondo und Yasuu sind bereits länger im gleichen Marktsegment aktiv. Es wird also spannend, ob Gidsy mit einer urbaneren und stylischeren Aufmachung und einem VIP-Finanzier ein ordentliches Stück vom Kuchen erhalten kann.

Lokal und ohne Knebel: Coupons für die Nische

Auch im Coupon-Markt ist noch Platz für Ideen. Das junge Leipziger Start-up Loupus unterscheidet sich vor allem in zwei Aspekten von ungleich großen Vorbildern wie Groupon: Die Gründer setzen voll auf den lokalen Vorteil und wickeln die Gutscheinaktionen nicht selbst ab. Stattdessen kann jeder Anbieter seine Aktion selbst ins Portal einstellen und zahlt für jeden ausgedruckten Coupon den Gegenwert einer Briefmarke – 55 Cent. Die Botschaft ist klar: Für den Preis eines Briefes bekommt der Unternehmer eine Gutschein-Kampagne nach Maß. Deren Reichweite und Erfolg soll er dank eines speziellen Online-Tools auch selbst kontrollieren können. Der Kunde profitiert natürlich auch: Er erhält die Coupons kostenlos und beim Anbieter den angebotenen Rabatt.

Im lokalen Fokus sehen die Loupus-Macher ihre größte Stärke. Sie werben mit einer hohen Zielgenauigkeit: „Auf Loupus ist unendlich viel Platz für Nischenprodukte und Skurriles für die es andernorts unwirtschaftlich ist, zu werben.“ Mit locker-flockigen Formulierungen wollen die Gründer von Loupus ihre Unternehmenskunden zudem mit fairen Vertragsbedingungen und einfacher Bedienung des Coupon-Portals überzeugen. Derzeit gelingt Ihnen das vor allem in der Heimatstadt Leipzig, denn von dort stammt bislang der größte Teil der teilnehmenden Unternehmen.

About the Author

Karsten Busch

Karsten Busch ist freier Journalist und Autor mit den Schwerpunkten IT, Webtechnologien und Verbraucher. Nach dem Journalistikstudium in Leipzig baute er als Co-Producer ein umfangreiches Online-Nachrichtenportal mit auf und leitete dort die Ressorts Technik und Auto. Als freier Autor war er unter anderem für Springer-Fachmedien und den Blog des Landwirtschafts-Marktplatzes Gruuna tätig.

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